Diakonisches Werk
Ennepe-Ruhr/Hagen

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Ambulante Pflege

Fachbereichleiterin Roswitha Dodt

Fachkräfte Mangel in der Pflege

Das Thema „Fachkräftemangel“ begleitet die ambulante Pflege schon seit einigen Jahren. Erst recht seit der Reform der Pflegeversicherung gilt für die Kostenträger: ambulant vor stationär. Dieses Ziel ist wirtschaftlich motiviert, politisch gewollt, deckt sich aber auch mit dem Wunsch der meisten Menschen - sie wollen so lange wie möglich in ihrem Zuhause, in ihrer gewohnten, vertrauten Umgebung bleiben.

Das Ziel der ambulanten Pflege ist es, möglichst vielen Menschen genau das zu ermöglich. Unsere Angebotspalette reicht von Hilfen in der Alltagsbewältigung, Essen auf Rädern, Haushaltshilfen über die „normale“ Pflege bis hin zur hoch spezialisierten Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden. Die steigende Zahl der Klienten zeigt deutlich diese Entwicklung.

Nun ergibt sich für uns als Träger daraus: Wir brauchen deutlich mehr Mitarbeiter als noch vor ein paar Jahren, und vor allem brauchen wir Fachkräfte. Denn ohne gut ausgebildete Menschen, die die immer anspruchsvollere Versorgung unserer Patienten leisten können, ohne qualifiziertes, motiviertes und belastbares Personal ist dieser hohe Anspruch nicht zu erfüllen.

Bei vielen Patienten ist neben der Grundpflege auch eine medizinische Leistung vom Arzt verordnet. Diese zu erbringen, erfordert die entsprechende Qualifikation. Dies war einer der Gründe für den Träger, selbst auszubilden. Im Jahr 2009 haben wir erstmalig Schülerinnen und Schüler in unseren ambulanten Einrichtungen eingestellt.

Waren früher die Auszubildenden direkt bei der Pflegeschule angestellt und absolvierten in unseren Einrichtungen lediglich Praktika, so haben nun erstmals sieben junge Männer und Frauen einen Ausbildungsvertrag mit der Diakonie, leisten in unseren Stationen und Altenheimen ihre praktische Ausbildung und werden so unter Echtbedingungen zu examinierten Fachkräften ausgebildet.

Und ganz nebenbei können wir so unserem Nachwuchs die Werte vermitteln, die wir uns für den so wichtigen Bereich der Pflege alter und kranker Menschen wünschen.

MDK-Prüfungen

Ein weiteres Thema zentrales Thema sind für das Jahr 2010 die bevorstehenden Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, kurz MDK. Frau Bärbel Gampf als Fachkraft für Qualitätsmanagement arbeitet mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer elf Diakoniestationen an einem neuen Handbuch, in dem alle Regeln, Handreichungen, Infomationen, Standards und Vereinbarungen dokumentiert sind. Sie bereitet die Teams auf die Prüfungen vor, prüft die Dokumentationen der Patienten und begleitet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege. Das ist eine große Hilfe für unsere Kolleginnen und auch eine Entlastung für die Einrichtungsleitungen.

Die Dokumentation der Pflege ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit und wird sehr detailliert kontrolliert. „Schlecht dokumentiert ist schlecht gepflegt“ – dieser heimliche Grundsatz hat schon so manches Gesamtergebnis im MDK-Bericht verschlechtert.

Für die ambulanten Dienste sind diese Prüfungen neu, während die Altenheime in der Vergangenheit immer wieder durch die Heimaufsicht und den MDK untersucht worden sind.

Wir sehen die Kontrollen jedoch als gute Chance an, unsere Qualität noch zu verbessern und ständig an uns zu arbeiten.

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